B i t b u r g

Bitte ein Bit

Es ist schon schade. Für uns zehnte Klassen der Oberschule „Friedrich Engels“ ist das letzte Schuljahr angebrochen. Das bevorstehende Ende der vier gemeinsamen Jahre bedeutet nahende Prüfungen, das Auflösen der Klasse und wahrscheinlich auch die Trennung vieler guter Freundschaften.

Bevor es jedoch soweit ist, wurden diese Freundschaften erstmal auf unserer Abschlussfahrt nach Bitburg gefestigt.

Für zwei unserer vier zehnten Klassen hieß es also, ab in die Trier-Gegend, in der das Bitburger Bier nur allzu bekannt ist.  Die geplante 10-Stunden-Fahrt begann am Montag Morgen mit dem Sonnenaufgang. Gerade hatten wir den ersten Stau überstanden, da steckten wir schon im nächsten. So zog sich das ganze Fahrt über hin und die Ankunft verschob sich auf ganze 12 Stunden, den Sonnenuntergang schon lange hinter uns lassend.

 Erst nach dem wir das große Büffet getestet haben und wieder gestärkt waren, ging es an das Beziehen der Zimmer.

 Bevor überhaupt jemand eines der Zimmer gesehen hatte, gab es vor allem bei den Mädchen, ein heißes Thema. Es wurde gemunkelt, dass sich jeweils zwei Zimmer, also 8 Mädchen, ein Bad teilen sollen. Für die Jungs mag das gehen. Wann aber sollen wir Mädchen uns duschen, schminken, stylen? Das wäre doch undenkbar! Bräuchte jede von uns nur 10 Minuten im Bad, würden wir trotzdem auf eine Zeit von über einer Stunde kommen.

Genau aus diesem Grund waren wir nach der Zimmervergabe umso erleichterter, dass es für uns nicht ganz so schlimm gekommen war.

 Erst später begann die genauere Erkundung unseres Jugendhotels, welches etwas außerhalb von Bitburg liegt. Jeder von uns war beeindruckt von den vielen Beschäftigungsmöglichkeiten, die Langeweile gar nicht erst aufkommen ließen. Schon in dieser ersten Nacht kamen einige von uns nicht zur Ruhe und machten die ganze Nacht durch.

 Die Busfahrt nach Trier am nächsten Tag wurde von den meisten zum Schlafen genutzt. Nach einer zweistündigen Führung, vorbei an der Porta Nigra, durch Dom, Basilika und kurfürstliches Palais, konnten wir Trier selbstständig erkunden, hatten Zeit für Fotos und zum Stärken. Die geführte Fackelwanderung, die im Hotel für den Abend geplant war, wurde wegen einer Bombenentschärfung in Bitburg abgesagt.

 Am nächsten Tag, der sehr turbulent werden sollte, verging die Zeit einfach viel zu schnell. Wir machten einen Ausflug ins bunte Phantasialand, in dem von uns natürlich alle Attraktionen getestet worden sind. Abends fand in unserem Hotel eine kleine Disco statt, bei der sich jedoch nur wenige auf die Tanzfläche trauten. Lustig blieb die Stimmung dennoch.

 Jeden Tag lachte uns auf den Ausflügen die Sonne entgegen – bis der Donnerstag anbrach. Auf der Fahrt nach Luxemburg waren wir schon von einer dicken Wolkendecke umhüllt. Als sich die Bustür öffnete, schlug uns ein Schwall von Regen entgegen. Zum Glück wurden wir im Vorfeld vorgewarnt und so hatten wir alle die passende Ausrüstung mit. Wieder hatten wir ausreichend Zeit, die Stadt ausgiebig zu erkunden. Zurück im Hotel, fingen die ersten an, ihre Sachen zusammenzusuchen. Immerhin stand die Abreise vor der Tür. Bevor es so weit sein sollte, wurde auch dieser Abend genutzt und unsere geführte Fackelwanderung nach Bitburg wurde nachgeholt.

 Man sollte meinen, dass jeder einzelne von uns nach dieser Woche völlig übermüdet war. Dennoch haben es die meisten von uns tatsächlich geschafft auch diese letzte Nacht in unserem Jugendhotel wach zu bleiben, um gemeinsam Spaß zu haben.

 Nach dem letzten Frühstück hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Wir alle warfen noch einen letzten Blick auf das Hotel, in dem wir diese Woche über so viel Spaß hatten. Die Bustür schloss sich, die ersten schlossen die müden Augen und die lange Heimreise begann.

 An dieser Stelle möchte ich nicht vergessen, unseren beiden Lehrerinnen Frau Härtig und Frau Ulbrich, sowie die den begleitenden Eltern Herrn Effenberger und Herrn Schulze im Namen der beiden zehnten Klassen zu danken. Allein sie haben es uns ermöglicht, dass diese Abschlussfahrt stattfinden konnte.

 Nach Ende des Schuljahres wird jeder Schüler seinen Weg gehen, aber die Abschlussfahrt werden wir mit Sicherheit alle in schöner Erinnerung behalten.

 

Katja Casper, Klasse 10 d

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