Radio zum Anfassen
„Am 27. März beginnt euer Praktikum.“ Große Freude brach aus, denn das hieß für viele nichts anderes als 12 Tage keinen Unterricht. Ich war noch nicht sonderlich begeistert, weil ich keine genauen Vorstellungen hatte, wo ich mich bewerben soll. Eigentlich kam für mich nur die Medienlandschaft in Frage, da dass der Bereich ist, in dem ich später auch beruflich tätig sein möchte. Aber die Medienwelt ist groß. Zeitung? Radio? Fernsehen? Es gibt so viele Bereiche.
Und dann gab es plötzlich einen Wink des Schicksals. Im Haus des Rundfunks in Berlin sollte Tag der offenen Tür sein. Dort musste ich natürlich sofort hin, weil man dadurch die vielleicht einmalige Gelegenheit hat, mehr über diese Berufsrichtung zu erfahren. Und richtig! Die Führung durch die Gebäude des RBB begeisterte mich so sehr, dass ich beschloss, mich dort einfach für einen Praktikumsplatz zu bewerben. Ich rechnete mir nicht all zu große Chancen aus, aber warum sollte man es nicht trotzdem versuchen.
Zusätzlich bewarb ich mich auch noch bei einigen Zeitungen, die mich interessieren würden. Aber ich schien kein Glück zu haben, denn ich bekam nur Absagen oder teilweise auch gar keine Antwort.
Und kurz vor meiner völligen Entmutigung kam sie plötzlich – die Zusage vom RBB! Ich durfte 12 Tage hinter die Kulissen von Radio Eins, einem Radiosender des RBB, schauen.
Nun kam er endlich, der heißersehnte 27. März, der Beginn meines Praktikums. Aufgeregt, erwartungsvoll und ohne jegliche Vorstellungen, was mich in den kommenden Wochen erwarten wird, stand ich vor dem großen RBB-Gebäude. Nach kurzem Durchfragen landete ich auch schon bei meiner Ansprechpartnerin, von der ich kurz darauf durch die Radio Eins- Räume und Studios geführt wurde. Das war der Beginn einer wirklich spannenden Zeit. Am darauf folgenden Tag konnte ich die Musikredaktion genauer unter die Lupe nehmen und schon am 3. Tag durfte ich in den Landtag. Das war einer der Tage, die mich besonders beeindruckt haben. Ich besuchte dort Antje Grabley, die Parlamentsreporterin für Radio Eins, und sie gewährte mir einen großen Einblick in ihre wirklich spannende Arbeit. An den anschließenden Tagen folgte ein abenteuerlicher Außeneinsatz mit Sven Oswald und ein sehr interessanter Tag beim Büchermagazin. Dort sollte ich eine Anmoderation schreiben, die sogar gesendet wurde. Außerdem lernte ich verschiedene Moderatoren kennen und durfte im Studio deren Sendungen live mitverfolgen. Ich verbrachte einen Tag im Callcenter, bei der Serviceplanung und im Technikbereich. Jeder dieser Tage wurde für mich, vor allem durch die tägliche Abwechslung, wie ein kleines Abenteuer. Nun ist diese schöne Zeit leider schon wieder vorbei. Ich bin Radio Eins für die ganzen Erfahrungen, die ich durch mein Schülerbetriebspraktikum sammeln konnte, sehr dankbar. Ich bin froh, dass ich endlich hinter die Kulissen des Radios schauen durfte. Mein Ziel, einen Beruf in der Medienlandschaft zu erlernen hat sich für mich durch das Praktikum nur bestätigt.
Katja Casper, Klasse 9d