Im Rahmen des Projektes "Zeitung in der Schule" nahmen auch in diesem Schuljahr wieder einige Klassen die Gelegenheit wahr, sich intensiv mit der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" zu befassen. Nach eingehender Recherche wurden in der MAZ folgende Artikel veröffentlicht:
Jeder kennt Alkohol, weiß wie er aussieht und wo es ihn gibt. Leider wissen aber zu viele Menschen, wie er schmeckt. Eine Party ohne Alkohol macht irgendwann keinen Spaß mehr, eine Fete ohne ihn ist undenkbar. Kann man dieser Droge aus dem Weg gehen? Herr B. Gauly von der Suchtberatung des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e. V. und Frau K. Zobel von der AOK haben uns in der Beratungsstelle von Falkensee die wichtigsten Fragen zum Thema Alkoholmissbrauch beantwortet. Alkohol ist weltweit die Droge Nummer 1. Er ist leicht zu bekommen und er begegnet uns ständig im täglichen Leben. Nur wenige wissen, dass jährlich rund 50.000 Menschen an dieser Droge sterben. Alkohol ist ein Zellgift und greift die Organe an. Anhaltender Missbrauch schädigt auf jeden Fall das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, das Herz, die oberen Verdauungswege, die Leber ( führt zu Leberzirrhose ) und begünstigt Krebserkrankungen. Doch nicht nur an den Krankheiten, die Alkohol verursacht, sterben jährlich so viele Menschen. Sie erkennen auch nicht die Gefahr, die entsteht, wenn man unter Alkoholeinfluss Auto fährt. Alkohol führt zu Konzentrations- und Reaktionsstörungen. Statistisch gesehen war jeder zweite tödliche Unfall eine Folge von Alkoholmissbrauch. Labile Menschen, die nicht mehr ein noch aus wissen, versuchen ihren Kummer im Alkohol zu ertränken. Für kurze Zeit hebt er die Stimmung, wirkt entspannend und steigert das Selbstwertgefühl. Doch das schöne Gefühl wird immer kürzer und der Griff zur Flasche immer häufiger. Das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei 13 bis 14 Jahren. In dieser Altersgruppe sind meist Schulprobleme, Stress mit den Eltern oder falsche Freunde die Ursache für eine frühzeitige Sucht. In den Jahren danach sind mögliche Ursachen Geldsorgen, Arbeitslosigkeit, Trennung vom Partner, Stress. Es sind überwiegend Männer, die in der Gesellschaft und öffentlich trinken. Es interessiert aber nicht wirklich jemanden, wenn man am frühen Morgen schon betrunkene Menschen auf der Straße sieht. Beim Umfang des Alkoholkonsums zu Hause, kennt man die genaue Zahl nicht, .helfen können sich betroffene Personen nur selbst. Erst wenn sie eingesehen haben, dass sie ein Suchtproblem haben, erst dann ist es möglich, ihnen zu helfen. Es wäre sinnvoll, eine Therapie zu machen, um wirklich für alle Zeit dem Teufel Alkohol Lebewohl zu sagen. Doch der Weg dahin ist schwer, nicht viele schaffen den schweren Entzug. Es ist ein harter und steiniger Weg, der sehr lange dauern kann. Jetzt ist es wichtig, Beistand zu haben, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen aufzusuchen. Hier lernen sie zu erkennen, dass das Leben auch ohne diese Droge schön sein kann, dass Probleme auch ohne Alkohol zu lösen sind. Ein Ziel dieser betroffenen Menschen sollte sein, eines Tages sagen zu können: „Ich bin trocken!“
M.Roß, V.Looks, J.Dohn , Zisch-Team Oberschule “Friedrich Engels”, Klasse 8c Falkensee